Arbeitslos melden

6 03 2010

Wird man gekündigt oder wird ein befristeter Arbeitsvertrag nicht verlängert so droht die Arbeitslosigkeit. Erste Pflicht ist nunmehr, um seinen Anspruch auf Arbeitslosengeld nicht zu gefährden: Das „Arbeitslos melden“.

Arbeitslos melden
Arbeitslos melden muss man sich sobald man eine Kündigung erhalten hat oder einen Aufhebungsvertrag unterschrieben hat, d.h. darüber Bescheid weiß, dass er in naher Zukunft nicht mehr in einem Arbeitsverhältnis stehen wird. Das alles ist natürlich unabhängig von der Zeit, die das Arbeitsverhältnis danach noch besteht. Erfolgt das Arbeitslos melden nicht innerhalb kurzer Zeit nach Bekanntwerden, so kann die Agentur für Arbeit das Arbeitslosengeld kürzen.

Wer natürlich kein Arbeitslosengeld beziehen will, sprich keine Leistungen der Agentur für Arbeit in Anspruch nehmen will, brauch sich natürlich nicht melden.

SGB III – § 37b Frühzeitige Arbeitsuche

Personen, deren Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis endet, sind verpflichtet, sich spätestens drei Monate vor dessen Beendigung persönlich bei der Agentur für Arbeit arbeitsuchend zu melden. Liegen zwischen der Kenntnis des Beendigungszeitpunktes und der Beendigung des Arbeits- oder Ausbildungsverhältnisses weniger als drei Monate, hat die Meldung innerhalb von drei Tagen nach Kenntnis des Beendigungszeitpunktes zu erfolgen. Zur Wahrung der Frist nach Satz 1 und 2 reicht eine fernmündliche Meldung aus, wenn die persönliche Meldung nach terminlicher Vereinbarung nachgeholt wird. Die Pflicht zur Meldung besteht unabhängig davon, ob der Fortbestand des Arbeits- oder Ausbildungsverhältnisses gerichtlich geltend gemacht oder vom Arbeitgeber in Aussicht gestellt wird. Die Pflicht zur Meldung gilt nicht bei einem betrieblichen Ausbildungsverhältnis.

In der Regel wird man kurz nach dem Arbeitlos melden (kann telefonisch erfolgen) zum Gespräch in die Agentur für Arbeit eingeladen. Noch hinzuweisen ist auf SGB III § 2 Abs. 2: Der Arbeitgeber hat den Arbeitnehmer vor der Beendigung des Arbeitsverhältnisses frühzeitig über die Notwendigkeit eigener Aktivitäten bei der Suche nach einer anderen Beschäftigung sowie über die Verpflichtung zur Meldung nach § 37b bei der Agentur für Arbeit zu informieren, ihn dazu freizustellen und die Teilnahme an erforderlichen Qualifizierungsmaßnahmen ermöglichen. Arbeitlos melden ist also auch ein Thema für den Arbeitgeber.

Advertisements

Aktionen

Information

2 responses

7 03 2010
Rainer Meyer

Wichtig wäre es auf jeden Fall darauf hinzuweisen, dass und wie man es vermeidet durch den Aufhebungsvertrag eine Sperrfrist zu bekommen:

http://www.dir-info.de/nachrichten/beruf-bildung/aufhebungsvertrag-und-abfindung-richtig-nutzen-2010354.

Und nach Jobende ist nicht die ARGE sondern die Bundesagentur für Arbeit (früher Arbeitsamt) zuständig und lädt auch für Gespräche ein. Besser als die telefonische Kontaktaufnahme ist es, wenn man selbst dort persönlich vorspricht und zwar bereits dann, wenn man einen konkreten Termin für das Jobende kennt (egal, was der Grund hierfür ist).

7 03 2010
CB

Danke für den Hinweis mit der Arge. Stimmt natürlich und habe ich inzwischen geändert. Mit persönlichem Vorsprechen habe ich eher schlechte Erfahrung. Da wurden nach langem Warten auf nur meine Daten aufgenommen und ich wurde wie nach dem Telefonat zum Gespräch geladen. Für mich verlorene Zeit.

Was das Thema Aufhebungsvertrag und Sperrfristen angeht, dass wollte ich lieber in einem anderen Beitrag ansprechen. Dennoch danke für den Kommentar.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s




%d Bloggern gefällt das: